Ein Kursangebot für Eltern pubertierender und mit 
Suchtmitteln experimentierender Kinder

Die Inhalte - das Konzept

Hilfe, mein Kind pubertiert! ist eine aus 5 - 6 Abenden bestehende Seminarreihe für Eltern. Sie richtet sich an Eltern, die Unterstützung bei Erziehungsproblemen rund um die Pubertät suchen, wie etwa exzessiver Mediennutzung, Glücksspiel oder dem Alkohol- und Drogenkonsum ihrer Kinder im Alter zwischen 12 und 18 Jahren.

Der Kurs ist praktisch aufgebaut. Er vermittelt Wissen und bietet gleichzeitig viele Gelegenheiten zum Üben von schwierigen Gesprächssituationen. Eltern haben Gelegenheit sich über das eigene Verhalten und das ihrer Kinder austauschen und neue Ideen zum Umgang in der Familie zu entwickeln.

Folgende Themen werden bei Hilfe, mein Kind pubertiert! behandelt:

Missbrauch und Sucht: alles rund um Alkohol, Medien, Drogen & Co

Fast alle Jugendlichen haben heute Internetzugang und alle kommen in Berührung mit Alkohol, viele auch mit Drogen. Damit Eltern ihre Kinder vorbereiten können, brauchen sie selbst ausreichend Wissen über diese Themen.

Eltern lernen in diesem Kursteil

  • den Unterschied zwischen Konsum, riskantem Konsum, Missbrauch und Sucht
  • Wissenswertes über jugendliche Trends und Konsumformen in Bezug auf Alkohol (Stichwort Koma-Saufen & Co)
  • die Einschätzung des Risikos des Computer- und Onlineverhaltens ihrer Kinder
  • die unterschiedlichen Substanzen (illegale Suchtmittel) kennen, die Trends im Konsum sowie die Risiken beim Konsum

Pubertät – die Lebenswelt & Motive von Kindern und Jugendlichen

Um mit ihren Kindern im Gespräch bleiben zu können, müssen Eltern sich in die spezifischen Besonderheiten der Lebenswelt Jugendlicher einfühlen können. Der Austausch über Erinnerungen, Erfahrungen und Gefühle aus der eigenen Pubertät ist dabei für viele Eltern eine gute Hilfe.

Eltern lernen in diesem Kursteil

  • mehr über die Lebenswelt heutiger Jugendlicher und können sich in sie hineinversetzen
  • Motive für riskantes Verhalten in der Jugendzeit, im Speziellen für den Konsum von Alkohol oder Drogen, kennen
  • wie sie zur Stärkung des Selbstschutzes ihrer Kinder in Bezug auf aktuelle Gerfährdungen beitragen können.
  • mehr über ihre eigenen Auffassungen, Werte, Normen und Gefühle und wie und warum sie häufig im Widerspruch zu den Auffassungen, Werten, Normen und Gefühlen ihrer Kinder stehen.

Im Gespräch bleiben – auch wenn's schwierig wird

Für Jugendliche ist die Pubertät die Zeit, sich selbst zu entdecken, zu experimentieren und zu lernen, eigene Wege zu gehen. Dadurch verändert sich die gesamte Beziehung zu den Eltern, Widerstände und Konflikte häufen sich. Entscheidend ist dabei, im Gespräch zu bleiben, auch und gerade dann, wenn es schwierig wird.

Eltern lernen in diesem Kursteil

  • die Grundsätze eines offenen Gesprächs, v.a. die Technik des aktiven Zuhörens
  • die Bedeutung von Anerkennung und Lob in der Gestaltung der Beziehung zu ihren Kindern
  • wie man Gespräche über Alkohol, Drogen und andere konfliktreiche Themen führt
  • wie man mit den eigenen Emotionen in schwierigen Gesprächssituationen umgeht

Verhandeln und Grenzen setzen - wie kann es gehen

Die Entwicklungsaufgabe von Jugendlichen in der Pubertät besteht darin, eine eigene Identität zu entwickeln – das heißt: auch, sich abzugrenzen. Eltern hingegen müssen Orientierung geben, Regeln aushandeln und auch Grenzen setzen.

Eltern lernen in diesem Kursteil

  • verschiedene Erziehungsstile kennen
  • welche Rolle Werte und Bedürfnisse (die eigenen und die der Kinder) bei Verhandlungen und Konflikten spielen
  • welche Stadien der Veränderung es gibt, und welche Rolle diese bei Verhaltensänderungen spielen.
  • die verschiedenen Schritte im Verhandlungsprozess und geschickte Verhandlungsmethoden kennen

Das Kurskonzept wurde von der Präventionsabteilung des Jellinek Instituts Amsterdam und De Grift/GCV, Arnheim entwickelt. Die Koordinationsstelle Sucht des Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat das Manual in Kooperation mit der Aktion Jugendschutz Bayern überarbeitet und veröffentlicht.  

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